Lungenhaarwürmer (wissenschaftlicher Name: Crenosoma striatum und Capillaria aerophila) sind parasitäre Würmer, die die Atemwege von Igeln befallen. Sie gehören zu den sogenannten Nematoden und leben in den Bronchien und der Luftröhre der Tiere.

Igel infizieren sich meistens durch das Fressen von Schnecken, die als Zwischenwirte dienen. Die Larven der Lungenhaarwürmer gelangen so in den Körper des Igels und entwickeln sich dort zu erwachsenen Würmern.

  • Starkes Husten, oft begleitet von rasselnden Atemgeräuschen
  • Nasenausfluss oder Atemnot
  • Allgemeine Schwäche und Gewichtsverlust
  • Verminderter Appetit
  • Im fortgeschrittenen Stadium: Blaue Zunge oder Schleimhäute (Hinweis auf Sauerstoffmangel)

Die Diagnose erfolgt meist durch eine Kotuntersuchung, bei der die Eier der Lungenhaarwürmer unter dem Mikroskop nachgewiesen werden. In schweren Fällen kann auch eine Röntgenaufnahme der Lunge notwendig sein.

Die Behandlung erfolgt durch spezielle Wurmmittel (Anthelminthika), die vom Tierarzt verabreicht werden. Wichtig ist eine schnelle Therapie, da die Krankheit unbehandelt zum Tod führen kann.

  • Vermeidung von Kontakt zu infizierten Schnecken oder anderen Zwischenwirten
  • Regelmäßige Kontrolle und gegebenenfalls Entwurmung bei aufgefundenen Igeln
  • Hygienische Bedingungen in Igelstationen und Pflegeeinrichtungen

Lungenhaarwürmer stellen eine ernsthafte Gefahr für Igel dar, insbesondere für geschwächte oder junge Tiere. Eine frühzeitige Erkennung und konsequente Behandlung sind entscheidend für die Genesung. Wer einen Igel findet, der hustet oder Atemprobleme zeigt, sollte ihn umgehend einem Tierarzt vorstellen.