Der Dompfaff, auch bekannt als Gimpel (wissenschaftlicher Name: Pyrrhula pyrrhula), ist ein auffälliger Singvogel aus der Familie der Finken (Fringillidae). Sein deutscher Name „Dompfaff“ spielt auf die Ähnlichkeit seines prächtigen, roten Gefieders mit den Roben eines katholischen Domherren an.
Ein erwachsener männlicher Dompfaff ist besonders leicht an seiner leuchtend roten Brust und seinem Bauch zu erkennen. Der Kopf, das Kinn und der Schwanz sind tiefschwarz, der Rücken ist grau und die Flügel besitzen weiße Abzeichen. Das Weibchen ist insgesamt etwas schlichter gefärbt, mit einer bräunlich-rosafarbenen Unterseite statt des kräftigen Rots.
Dompfaffen sind in Europa und Teilen Asiens weit verbreitet. Sie bevorzugen lichte Wälder, Waldränder, Parks und große Gärten. Besonders im Winter fallen sie durch ihre Farbenpracht auf, da sie dann häufig auf Futtersuche in Siedlungsnähe kommen.
Die Nahrung des Dompfaffs besteht hauptsächlich aus Sämereien, Knospen und Beeren. Im Winter suchen sie auch gerne Futterstellen auf, an denen sie Sonnenblumenkerne, Hirse oder andere Sämereien fressen. Im Frühjahr sind sie wegen ihres Appetits auf Obstbaumknospen bei Gärtnern manchmal weniger beliebt.
Dompfaffen sind meist paarweise oder in kleinen Gruppen unterwegs. Sie brüten von April bis Juli, wobei das Weibchen ein napfförmiges Nest in dichten Sträuchern oder Bäumen baut. Das Gelege besteht in der Regel aus 4–6 Eiern. Die Jungen werden von beiden Eltern gefüttert.
Der Gesang des Dompfaffs ist eher leise und melancholisch. Typisch ist ein weiches „düüh“, das oft als traurig beschrieben wird. Sein Gesang ist nicht so ausgeprägt wie bei anderen Finkenarten, aber dennoch unverwechselbar.
Der Dompfaff steht in Deutschland nicht auf der Roten Liste gefährdeter Arten, sein Bestand gilt als stabil. Dennoch ist der Erhalt vielfältiger Lebensräume wichtig, da Hecken und naturnahe Gärten für den Gimpel wertvolle Brutplätze bieten.
Im Volksglauben galt der Dompfaff durch sein farbenfrohes Gefieder oft als Glücksbringer im Winter. Viele Menschen freuen sich, diesen attraktiven Vogel an kalten Tagen an der Futterstelle zu beobachten.